Bearded Collie

Bearded Collie – Rasseporträt

Auf einen Blick

  • Auf einen Blick: Der Bearded Collie ist ein fröhlicher, zottelhaariger Hütehund aus Schottland: intelligent, kinderlieb und voller Energie, mit dem typischen federnden Galopp und einem langen Doppelhaar, das konsequente Pflege verlangt.
  • ⚖️ Gewicht: 18–27 kg
  • 📏 Schulterhöhe: 51–56 cm
  • ⏳ Lebenserwartung: 12–14 Jahre
  • 🏷️ FCI-Gruppe: 1. Hüte- und Treibhunde
  • 🌍 Herkunft: Großbritannien (Schottland)
  • 🧶 Fell: lang, Schiefergrau, Rehbraun, Schwarz, Blau, alle Grauschattierungen, mit oder ohne weiße Abzeichen
  • 🐕‍🦺 Bewegungsbedarf: hoch

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Halsbänder
Größe L
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Halsumfang Größe
33-52 cm L

Ein glattes, breiteres Halsband in L reibt im dichten Halsbehang weniger und beugt Filzstellen unter dem Halsband vor – nach dem Spaziergang kurz aufschütteln und die Stelle durchbürsten.

Hundebademantel
4 Größen: M · M Long · L Short · L
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BauchumfangHalsumfangRückenlänge Größe
40–82 cmmax. 58 cm50 cm M
40–82 cmmax. 58 cm55 cm M Long
40–100 cmmax. 68 m55 cm L Short
40–100 cmmax. 68 m60 cm L

Das lange Doppelhaar speichert viel Wasser und trocknet langsam – ein Bademantel in fasst das Fellvolumen, saugt die Nässe auf und verkürzt das Trocknen nach Regenrunden deutlich.

Hundebetten
2 Größen: M · L
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Gewicht Größe
18-21 kg M
21-27 kg L

Ein Bett in L gibt dem mittelgroßen Hütehund Platz zum Ausstrecken; ein Bezug, der sich leicht abnehmen und waschen lässt, ist beim fellintensiven Beardie besonders praktisch.

Hundegeschirr
2 Größen: M · M/L
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GewichtBauchumfangHalsumfang Größe
18-24 kg61–87 cm34–55 cm M
23-28 kg61–95 cm36–59 cm M/L

Unter dem üppigen Fell ist der Beardie schlanker, als er wirkt – Größe M passt den meisten; kräftige Rüden am oberen Ende der Spanne sollten nachgemessen werden. Das Geschirr sollte so sitzen, dass es das lange Haar möglichst wenig verfilzt.

Hunderegenmantel
3 Größen: S/M · M · M/L
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BauchumfangRückenlängeKopfumfang Größe
65–90 cm50 cmmax. 47 cm S/M
65–90 cm55 cmmax. 57 cm M
69–90 cm60 cmmax. 63 cm M/L

Das wetterfeste Doppelhaar macht einen Wintermantel meist überflüssig; sinnvoll ist ein Hundemantel für geschorene, alte oder kranke Beardies, deren Fell vorübergehend nicht schützt.

Leinen
3 Größen: M · L · mit Sicherheitskarabiner
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Gewicht Größe
18-22 kg M
22-25 kg L
25-27 kg mit Sicherheitskarabiner

Für den lebhaften, bis 27 Kilogramm schweren Hütehund bietet eine Leine in L die richtige Balance aus Stabilität und leichter Handhabung – auch wenn der Beardie vor Freude ins Geschirr springt.

Reisekörbchen
2 Größen: M · L
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Rückenlänge Größe
50-55 cm M
55-60 cm L

Mit bis zu 56 Zentimetern Schulterhöhe und viel Fellvolumen braucht der Bearded Collie im Auto Platz – im Reisekörbchen M kann er sich bequem einrollen und kommt entspannt am Wanderziel an.

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Das macht den Bearded Collie aus

Aussehen ▾

Der Bearded Collie ist ein mittelgroßer, harmonisch gebauter Hütehund von 51 bis 56 Zentimetern Widerristhöhe und 18 bis 27 Kilogramm Gewicht. Sein Körper ist länger als hoch, was ihm den raumgreifenden, mühelosen Bewegungsablauf verleiht, für den die Rasse bekannt ist – Kenner sprechen vom federnden „Beardie-Galopp“.

Unverwechselbar ist das lange, zottelige Doppelhaar: Das Deckhaar ist flach, harsch und kräftig, darunter liegt eine weiche, pelzige Unterwolle. Am Kinn bildet das Haar den namensgebenden Bart („beard“). Das Fell folgt der natürlichen Körperlinie und darf nicht künstlich gescheitelt wirken.

Bei den Farben zeigt der Bearded Collie eine Besonderheit: Welpen kommen schwarz, blau, braun oder rehbraun zur Welt und hellen mit dem Fellwechsel deutlich auf, bevor sich die endgültige Farbe im Erwachsenenalter wieder etwas vertieft. Erlaubt sind alle Schattierungen von Schiefergrau über Blau bis Rehbraun und Sandfarben, jeweils mit oder ohne weiße Abzeichen an Kopf, Brust, Läufen und Rutenspitze.

Der Kopf ist breit und flach mit sanftem Stopp, die Augen passen farblich zum Fell und blicken freundlich-neugierig unter buschigen Augenbrauen hervor. Die mittelgroßen Hängeohren verschwinden fast im üppigen Haar. Die tief angesetzte Rute wird locker mit leichter Aufwärtsbiegung getragen und ist reich befedert.

Charakter ▾

Der Bearded Collie ist ein ausgesprochen fröhlicher Hund – aufgeweckt, selbstbewusst und stets in Aktion. Typisch ist seine überschäumende Begrüßungsfreude: Viele Beardies springen vor Begeisterung senkrecht in die Luft. Ernsthaftigkeit oder Schärfe sind ihm fremd, Nervosität und Aggressivität gelten als untypisch.

Als Hütehund alter Prägung bringt er Eigenständigkeit mit: Er arbeitete in den schottischen Highlands oft weit entfernt vom Schäfer und traf eigene Entscheidungen. Diese Selbstständigkeit zeigt sich heute als charmante Dickköpfigkeit – der Beardie diskutiert gern, bevor er gehorcht. Mit freundlicher Konsequenz und abwechslungsreichem Training gewinnt man ihn jedoch schnell, denn er ist intelligent, lernfreudig und arbeitet gern mit seinen Menschen zusammen.

In der Familie ist er ein aufmerksamer, anhänglicher Begleiter, der überall dabei sein will. Mit Kindern zeigt er sich geduldig und spielfreudig, wobei sein Temperament für sehr kleine Kinder manchmal stürmisch sein kann. Fremden begegnet er offen bis freundlich-zurückhaltend, als scharfer Wachhund taugt er nicht – er meldet allerdings zuverlässig und teilt sich gern lautstark mit.

Sein Hüteerbe bleibt spürbar: Manche Beardies versuchen, Jogger, Radfahrer oder spielende Kinder zusammenzuhalten. Diese Anlage lässt sich gut in Beschäftigung wie Treibball oder Obedience umlenken. Jagdtrieb spielt dagegen kaum eine Rolle.

Pflege & Haltung ▾

Die Fellpflege ist beim Bearded Collie der größte Zeitposten: Das lange Doppelhaar muss mehrmals pro Woche, bei Junghunden im Fellwechsel fast täglich, gründlich bis auf die Haut durchgebürstet werden, sonst verfilzt die weiche Unterwolle. Besonders pflegeintensiv sind Achseln, Hosen, Bart und der Bereich hinter den Ohren. Nach nassen Spaziergängen bringt der Beardie zuverlässig Schlamm, Laub und Zweige mit ins Haus – wer die Rasse wählt, sollte damit leben können.

Der Bart verdient tägliche Aufmerksamkeit, da Futterreste und Feuchtigkeit ihn verkleben. Geschoren werden sollte ein Beardie nicht, denn das Deckhaar schützt im Sommer vor Hitze und im Winter vor Nässe und Kälte.

Beim Bewegungsbedarf ist der Bearded Collie anspruchsvoll: Ein bis zwei Stunden aktive Bewegung täglich sind Pflicht, dazu geistige Auslastung. Er begeistert sich für Agility, Obedience, Rally Obedience, Treibball und Trickdogging und begleitet sportliche Menschen ausdauernd beim Wandern oder Joggen. Wetterfest ist er dank seines Fells bei fast jeder Witterung.

Reine Berieselung genügt ihm nicht – ein unterforderter Beardie erfindet eigene Aufgaben, die selten im Sinne des Haushalts ausfallen. Wer ihm dagegen Aufgaben, Familienanschluss und Bewegung bietet, erlebt einen ausgeglichenen, fröhlichen Hund.

Gesundheit ▾

Der Bearded Collie gilt als robuste, langlebige Rasse: 12 bis 14 Jahre sind üblich, einzelne Hunde werden deutlich älter. Eine breite Zuchtbasis und die späte Modehund-Phase haben die Rasse vor vielen Übertreibungen bewahrt.

Dennoch gibt es Punkte, auf die seriöse Zucht achtet: Hüftgelenksdysplasie kommt vor und wird über Röntgenauswertungen der Elterntiere kontrolliert. Beschrieben sind außerdem Autoimmunerkrankungen wie die Addison-Krankheit (Hypoadrenokortizismus), die beim Beardie häufiger auftritt als im Rassedurchschnitt, sowie gelegentlich Allergien und Augenerkrankungen. Ein Gentest-Thema ist der MDR1-Defekt, der bei Collie-Verwandten zu Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten führen kann – die Zugehörigkeit zum Zuchtprogramm eines Verbands gibt hier Sicherheit.

Im Alltag verdienen Ohren und Fell Aufmerksamkeit: Unter dem dichten Behang bleiben Ohrentzündungen leicht unbemerkt, und verfilztes Fell kann Hautprobleme verdecken. Regelmäßige Kontrolle beim Bürsten beugt vor. Bei sommerlicher Hitze sollte der dicht behaarte Hüteprofi geschont und Aktivitäten in die kühlen Tagesränder verlegt werden.

Geschichte ▾

Der Bearded Collie zählt zu den ältesten britischen Hütehundrassen. Seine Vorfahren arbeiteten vermutlich schon im 16. Jahrhundert in Schottland; einer verbreiteten Überlieferung nach brachten polnische Händler um 1514 Polnische Niederungshütehunde (PON) auf die Insel, die in lokale Hütehundschläge eingekreuzt wurden. Über Jahrhunderte war der zottelige „Highland Collie“ ein reiner Arbeitshund der Schäfer, gezüchtet nach Leistung, nicht nach Aussehen.

Die moderne Rassegeschichte beginnt 1944 mit der britischen Züchterin Gwendoline Olive Willison: Sie erhielt statt eines bestellten Shetland Sheepdogs zufällig eine Bearded-Collie-Hündin – Jeannie of Bothkennar – und baute mit ihr und dem Rüden Bailie of Bothkennar die Basis der heutigen Zucht auf. Fast alle modernen Beardies gehen auf diese Linie zurück.

Der britische Kennel Club erkannte die Rasse 1959 an, die FCI führt sie unter der Standardnummer 271 in der Gruppe 1 der Hüte- und Treibhunde. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde der Beardie auch auf dem Kontinent populär, blieb aber immer eine überschaubare Liebhaberrasse – als aktiver Hütehund arbeitet er heute nur noch selten.

Kauf-Tipps ▾

Bearded-Collie-Welpen gibt es in Deutschland fast ausschließlich über die dem VDH angeschlossenen Zuchtvereine, allen voran den Club für Britische Hütehunde (CfBrH). Die Wartezeit auf einen Wurf kann mehrere Monate betragen – ein gutes Zeichen, denn Massenzucht existiert bei dieser Rasse kaum.

Beim Züchterbesuch sollten Interessenten auf HD-Auswertungen, aktuelle Augenuntersuchungen und einen offenen Umgang mit Gesundheitsfragen achten, außerdem auf Welpen, die im Haus mit Familienanschluss aufwachsen. Seriöse Züchter fragen ihrerseits genau nach den Lebensumständen der Käufer und klären ehrlich über den Pflegeaufwand des Fells auf.

Wer einem erwachsenen Hund ein Zuhause geben möchte, findet über die Beardie-Nothilfe der Zuchtvereine gelegentlich Tiere in Vermittlung. Vom Kauf über Kleinanzeigen ohne Papiere und Gesundheitsnachweise ist dringend abzuraten.

Fazit ▾

Der Bearded Collie passt zu aktiven Menschen und Familien, die einen fröhlichen, menschenbezogenen Hund suchen und bereit sind, täglich Zeit in Bewegung, Beschäftigung und Fellpflege zu investieren. Er belohnt diesen Einsatz mit ansteckender Lebensfreude, Kinderfreundlichkeit und großer Vielseitigkeit im Hundesport. Weniger geeignet ist er für Menschen mit wenig Zeit, für reine Stadtwohnungshaltung ohne Auslauf oder für alle, die Wert auf ein stets sauberes Zuhause legen – Matsch im Bart gehört beim Beardie zum Alltag. Wer den zotteligen Schotten artgerecht auslastet und sein Fell konsequent pflegt, gewinnt einen humorvollen, treuen Gefährten für gut ein Jahrzehnt gemeinsamer Abenteuer.

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Quellen & Hinweise

Die Informationen auf dieser Seite wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Unsere Quellen:

  • FCI (Fédération Cynologique Internationale) — Offizielle Rassestandards und Klassifizierung
  • VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) — Zuchtrichtlinien und Rasseporträts
  • Veterinärmedizinische Fachliteratur — Gesundheitsinformationen und rassetypische Erkrankungen
  • EMMY & PEPE Expertennetzwerk — Hundetrainer, Physiotherapeuten und Tierärzte aus unserem Partnernetzwerk
  • Community-Erfahrungen — Bewertungen und Erfahrungsberichte unserer Kunden

Die Größenempfehlungen basieren auf Durchschnittswerten und können je nach individuellem Hund abweichen. Wir empfehlen, Ihren Hund vor dem Kauf zu messen. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.

Zuletzt aktualisiert: 9. September 2026