Hunde-Glossar

52 Fachbegriffe rund um den Hund verständlich erklärt.

A

  • Alleinfuttermittel

    Ein Futter, das allein alle nötigen Nährstoffe abdeckt. Im Gegensatz dazu ergänzt ein Ergänzungsfuttermittel nur die Ration.

  • Allergen

    Ein Stoff, der eine allergische Reaktion auslösen kann – bei Hunden häufig Bestandteile aus dem Futter, Pollen oder Hausstaubmilben.

  • Analytische Bestandteile

    Die gesetzlich vorgeschriebenen Nährwertangaben auf der Futterverpackung, z. B. Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Rohfaser.

  • Ausschlussdiät

    Eine Fütterung über mehrere Wochen mit nur einer Eiweiß- und einer Kohlenhydratquelle, um herauszufinden, was ein Hund nicht verträgt.

B

  • BARF

    Kurz für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ – eine Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien und pflanzlichen Anteilen.

  • Bikejöring

    Zughundesport, bei dem der Hund vor einem Fahrrad läuft und über eine Zugleine mit Zugentlastung zieht.

  • Biothane

    Ein wasserfestes, veganes Lederersatz-Material aus Polyestergewebe mit TPU-Beschichtung – reißfester als Leder oder Nylon und leicht abwischbar.

  • Bruchlast

    Die maximale Kraft, die ein Verschluss oder Beschlag aushält, bevor er reißt – meist in Kilogramm angegeben.

  • Brustumfang

    Umfang des Brustkorbs an der breitesten Stelle. Wichtigstes Maß für Hundegeschirre.

C

  • Canicross

    Zughundesport, bei dem Mensch und Hund gemeinsam laufen, verbunden über Bauchgurt, Zugleine und Zuggeschirr.

D

  • Dackellähme

    Bandscheibenvorfall bei Hunden mit langem Rücken, besonders häufig bei Dackeln.

  • Dummyarbeit

    Beschäftigung, bei der der Hund einen Stoffbeutel („Dummy“) sucht und zurückbringt – Ersatz für die ursprüngliche Apportierarbeit.

  • Dysplasie

    Eine Fehlentwicklung eines Gelenks, etwa an Hüfte (HD) oder Ellbogen (ED). Diagnose und Behandlung gehören in tierärztliche Hände.

E

  • EU-Heimtierausweis

    Das offizielle Ausweisdokument für Hunde bei Reisen innerhalb der EU – enthält Chipnummer und Impfungen.

  • Ergänzungsfuttermittel

    Futter, das eine Ration ergänzt, aber allein nicht alle Nährstoffe abdeckt – anders als ein Alleinfuttermittel.

F

  • FCI

    Fédération Cynologique Internationale — Weltverband für Hundezucht. Unterteilt Rassen in 10 Gruppen.

H

  • Hetzhund / Sichtjäger

    Ein Hund, der Beute vor allem über die Augen wahrnimmt und ihr im schnellen Lauf folgt – typisch für Windhunde.

  • Hitzschlag

    Ein lebensbedrohlicher Wärmestau im Körper, wenn der Hund seine Temperatur nicht mehr herunterregulieren kann. Immer ein Notfall für den Tierarzt.

  • Hygrom

    Eine weiche, mit Flüssigkeit gefüllte Schwellung unter der Haut über stark belasteten Knochenpunkten. Gehört in tierärztliche Hände.

I

  • Impulskontrolle

    Die Fähigkeit eines Hundes, einen spontanen Impuls zurückzuhalten – etwa nicht sofort loszurennen, wenn etwas Spannendes passiert.

  • Interdigitalbereich

    Der Bereich zwischen den Zehen der Pfote – dort sammeln sich leicht Schnee, Streusalz oder Fremdkörper.

K

  • Kaltschaum

    Ein formstabiler Schaumstoff mit hoher Stützkraft, der in Hundebetten oft als tragende Unterschicht dient.

  • Konditionierung

    Ein Lernprozess, bei dem der Hund eine Situation mit einer Folge verknüpft – die Grundlage jedes Trainings.

L

  • Liegeschwiele

    Eine verdickte, meist haarlose Hautstelle, die durch dauerhaften Druck auf harte Unterlagen entsteht – häufig am Ellbogen.

  • Longieren

    Beschäftigung, bei der der Hund außen um einen abgesteckten Kreis läuft und auf Signale des Menschen achtet.

M

  • Mantrailing

    Suchsport, bei dem der Hund einer individuellen menschlichen Geruchsspur folgt.

  • Martingale / Zugstopp-Halsband

    Eine Halsband-Bauart, die sich bei Leinenzug nur bis zu einem festen Punkt zusammenzieht – verhindert das Herausschlüpfen, ohne einzuschnüren.

  • Maulkorb (Beißkorb)

    Ein Korb, der das Maul umschließt. Gut sitzend erlaubt er Hecheln und Trinken; in manchen Situationen ist er gesetzlich vorgeschrieben.

N

  • Nasenarbeit

    Sammelbegriff für Beschäftigungsformen, bei denen der Hund seine Nase einsetzt, etwa Futtersuche oder Fährtenarbeit.

  • Norwegergeschirr

    Ein Geschirr mit waagerechtem Brustgurt vor der Brust. Es liegt näher an der Schulter als ein Y-Geschirr und schränkt die Bewegung stärker ein.

O

  • Orthopädisch (bei Hundebetten)

    Beschreibt eine stützende, druckverteilende Liegefläche. Der Begriff ist nicht geschützt und ist kein Heilversprechen.

P

  • PPM-Seil

    Ein Seil aus Polypropylen Multifil – leicht, schwimmfähig, nimmt kein Wasser auf und ist geruchsneutral.

  • Pflegestelle

    Ein privater Haushalt, der einen Hund aus dem Tierschutz vorübergehend aufnimmt, bis ein endgültiges Zuhause gefunden ist.

  • Pfotenballen

    Die dicken, unbehaarten Polster an der Unterseite der Pfote, die das Gewicht abfedern und im Winter besonders beansprucht werden.

  • Pododermatitis

    Eine Entzündung der Pfotenhaut, oft mit Rötung und Lecken verbunden. Die Ursache klärt der Tierarzt.

  • Prägephase

    Ein früher Lebensabschnitt des Welpen, in dem er besonders aufnahmefähig für neue Eindrücke ist.

R

  • Rohasche

    Der mineralische Anteil im Futter, der bei der Analyse zurückbleibt – ein Wert unter den analytischen Bestandteilen, kein Hinweis auf schlechte Qualität.

  • Rohfaser

    Der schwer verdauliche Pflanzenanteil im Futter, wichtig für eine gute Verdauung.

  • Rute

    Fachbegriff für den Schwanz des Hundes.

  • Rückstellkraft

    Die Fähigkeit einer Füllung, nach dem Liegen wieder in ihre Ausgangsform zurückzukehren, statt eine Mulde zu behalten.

S

  • Schleppleine

    Eine lange Leine (meist 5–15 m) fürs Freilauf-Training. Sie gehört aus Sicherheitsgründen immer ans Geschirr, nie ans Halsband.

  • Sozialisierung

    Das Kennenlernen von Menschen, Tieren, Geräuschen und Situationen in jungen Jahren – die Grundlage für einen gelassenen Hund.

T

  • TPU-Beschichtung

    Eine robuste Kunststoff-Ummantelung (thermoplastisches Polyurethan), die Materialien wasserfest und reißfest macht.

  • Thermoregulation

    Die Fähigkeit des Körpers, die eigene Temperatur zu regulieren. Hunde tun das vor allem über Hecheln, nicht über die Haut.

V

  • Viscoschaum (Memory-Schaum)

    Ein anpassungsfähiger Schaumstoff, der sich der Körperform anpasst und den Druck auf die Gelenke verteilt.

W

  • Widerristhöhe

    Höhe vom Boden bis zum höchsten Punkt der Schulterblätter.

  • Wolfskralle

    Eine zusätzliche, höher sitzende Kralle an der Innenseite des Beins. Sie nutzt sich beim Laufen nicht ab und braucht regelmäßige Kontrolle.

X

  • X-Back-Geschirr

    Ein Zuggeschirr, dessen Gurte sich auf dem Rücken kreuzen – verteilt die Zugkraft über den ganzen Körper und wird im Zughundesport genutzt.

Y

  • Y-Geschirr

    Ein Brustgeschirr in Y-Form, das die Schulterpartie frei lässt und den Leinenzug auf Brust und Schultern verteilt.

Z

  • Zugentlastung

    Ein elastisches Element in Zugleinen, das Rucke abfedert und so Gelenke und Wirbelsäule schont.

  • Zughundesport

    Sammelbegriff für Sportarten, bei denen der Hund im Geschirr zieht – etwa Canicross, Bikejöring oder Dogscooter.

  • Zwei-Kammer-System

    Ein Aufbau aus zwei kombinierten Schaumschichten, der verhindert, dass die Füllung verrutscht oder Liegekuhlen bildet.