Was macht eigentlich einen guten Hundekeks aus?
Die Zutaten? Natürlich. Die Rezeptur? Auch. Doch wer sich ein bisschen genauer mit Hundegebäck beschäftigt, merkt schnell: Mindestens genauso entscheidend ist die Frage, wie aus den Zutaten am Ende ein Keks wird. Genau deshalb lohnt sich ein Blick nach Gemmingen zu Bubeck. Dort wird Hundegebäck nicht erst seit gestern gebacken. Die Geschichte des Familienunternehmens reicht bis ins Jahr 1893 zurück – und auch heute spielt der Ofen noch immer die Hauptrolle. Denn bei Bubeck ist man überzeugt: Gute Zutaten allein machen noch kein gutes Produkt. Entscheidend ist auch, was bei der Verarbeitung mit ihnen passiert.
Hier wird noch richtig gebacken
Wer bei Bubeck von Hundegebäck spricht, meint tatsächlich Gebäck. Aus den Zutaten entstehen Teige, die geformt und anschließend im Ofen gebacken werden. Kein nachträgliches Fettcoating, keine künstliche Inszenierung von Geschmack – stattdessen entstehen beim Backen ganz natürlich Röstaromen, eine feste Struktur und dieser typische Duft, den man sofort mit Gebackenem verbindet. Das klingt selbstverständlich. Ist es in der heutigen Tiernahrungswelt aber längst nicht mehr. Viele Produkte werden vor allem unter dem Gesichtspunkt hergestellt, möglichst effizient, gleichförmig und schnell produziert werden zu können. Bubeck geht seit Generationen einen anderen Weg. Hier darf ein Produkt Zeit bekommen.
Zeit als Zutat
Vielleicht ist das ohnehin eine der spannendsten Erkenntnisse beim Blick in die Bubeck-Backstube: Nicht alles, was ein gutes Produkt ausmacht, steht später auf der Zutatenliste. Zeit zum Beispiel. Sie hat keine Deklaration, keine Prozentangabe und keinen besonders spektakulären Namen. Und doch ist sie ein wichtiger Bestandteil des Backhandwerks. Denn Backen bedeutet mehr, als Zutaten nur zu erhitzen. Temperatur und Dauer verändern Struktur, Geruch und Geschmack. Es entstehen Röstaromen, der Teig verliert Feuchtigkeit und aus einer weichen Masse wird ein fester, knackiger Keks. Bei Bubeck ist Zeit deshalb keine lästige Größe in der Produktion, die möglichst eingespart werden soll. Sie gehört zum Prinzip.
Warum Bubeck-Kekse so schön knackig sind
Wer schon einmal einen Hundekeks von Bubeck in der Hand hatte, kennt vermutlich eine seiner auffälligsten Eigenschaften: Er ist ziemlich hart. Und das ist durchaus gewollt. Die Kekse werden bewusst fest und knackig gebacken. Hunde dürfen schließlich kauen und ihre Zähne benutzen. Statt eines weichen Snacks, der in wenigen Sekunden verschwunden ist, gibt es ordentlich etwas zu knuspern. Auch auf ein nachträgliches Besprühen mit Fett wird verzichtet. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Geschmack aus Rezeptur und Backprozess kommt – es macht die Kekse auch angenehm trocken und unkompliziert für unterwegs. Ein nicht ganz unwichtiger Vorteil für alle, die Hundekekse regelmäßig in Jacken- und Hosentaschen mit sich herumtragen.
Gute Rezepturen müssen nicht kompliziert sein
Auffällig ist bei Bubeck außerdem die Haltung zu Zutaten. Mehr ist nicht automatisch besser. Statt besonders langer Zutatenlisten setzt das Unternehmen auf nachvollziehbare Rezepturen und verzichtet bei seinen Hundekuchen auf zugesetzten Zucker sowie künstliche Farb-, Geschmacks- und Konservierungsstoffe. Der Ansatz dahinter wirkt fast wohltuend unspektakulär: Gute Rohstoffe. Eine durchdachte Rezeptur. Erfahrung. Ein Ofen. Und genügend Zeit. Vielleicht braucht gutes Hundegebäck manchmal tatsächlich nicht viel mehr.
Handwerk darf nach Handwerk aussehen
Ein weiterer Punkt fällt auf, wenn man sich mit gebackenen Produkten beschäftigt: Nicht jeder Keks sieht immer exakt gleich aus. Rohstoffe sind Naturprodukte. Ihre Farbe und Beschaffenheit können schwanken. Und auch ein Backprozess hinterlässt Unterschiede. Was in einer industriellen Produktion möglicherweise als Makel gelten würde, versteht Bubeck eher als Zeichen eines handwerklichen Produktes. Ein Keks darf einmal etwas heller, dunkler oder unterschiedlich strukturiert sein. Denn absolute Gleichförmigkeit entsteht häufig erst dann, wenn sehr viel Technik eingesetzt wird, um natürliche Schwankungen unsichtbar zu machen.
Vielleicht sollten wir öfter fragen: Wie wurde es gemacht?
Beim Hundefutter dreht sich heute vieles um Inhaltsstoffe. Mit Fleisch oder ohne. Getreidefrei oder nicht. Diese Proteinquelle, jene Kohlenhydratquelle. Prozentzahlen, Analysewerte und Trends bestimmen viele Diskussionen. Bubeck erinnert mit seiner Art zu produzieren an eine Frage, die dabei manchmal fast vergessen wird: Wie wurde das Produkt eigentlich hergestellt? Denn dieselbe Zutat kann je nach Verarbeitung zu sehr unterschiedlichen Produkten werden. Bei Lebensmitteln für uns Menschen erscheint uns dieser Gedanke völlig logisch. Eine Kartoffel ist schließlich auch nicht dasselbe wie eine Pommes. Warum sollten wir bei der Ernährung unserer Hunde plötzlich aufhören, über Verarbeitung nachzudenken?
Seit 1893 ein bisschen aus der Zeit gefallen
Vielleicht liegt genau darin der Charme von Bubeck. Während sich rund um Tiernahrung immer neue Trends, Begriffe und Versprechen entwickeln, steht in Gemmingen noch immer ein erstaunlich einfacher Gedanke im Mittelpunkt: Gutes braucht Zeit. Seit mehr als 130 Jahren wird dort für Hunde gebacken. Nicht, weil Backen unbedingt der schnellste Weg wäre. Sondern weil das Unternehmen bis heute davon überzeugt ist, dass die Herstellung einen Unterschied macht. Und vielleicht ist das am Ende auch das beste Kriterium für gutes Hundegebäck: Nicht nur darauf zu schauen, was drin ist. Sondern auch darauf, was man daraus gemacht hat. Oder, wie es bei Bubeck so schön heißt: Aus dem Ofen. In den Napf.
Ein Wau-Effekt auch im Advent
Bubeck ist in diesem Jahr Partner im EMMY & PEPE Adventskalender für Hunde. Welches Gebäck sich hinter dem Türchen verbirgt, bleibt an dieser Stelle natürlich eine Überraschung – wer die Backphilosophie von Bubeck jetzt schon kennt, darf sich aber freuen.
💡 Tipp
Wer beim Hundekeks nicht nur auf die Zutatenliste, sondern auch auf die Herstellung schaut, findet bei Bubeck ein gutes Beispiel dafür, was klassisches Backhandwerk ausmacht: Zeit, Erfahrung und der Verzicht auf unnötige Zusätze – fest, knackig und ehrlich gemacht.


