Whippet

Whippet – Rasseporträt

Auf einen Blick

  • Auf einen Blick: Der Whippet ist ein englischer Windhund im Mittelformat: 44 bis 51 cm groß, bis zu 60 km/h schnell – und zu Hause ein anschmiegsamer, leiser Sofagenießer mit tiefem Ruhebedürfnis.
  • ⚖️ Gewicht: 9–15 kg
  • 📏 Schulterhöhe: 44–51 cm
  • ⏳ Lebenserwartung: 12–15 Jahre
  • 🏷️ FCI-Gruppe: 10. Windhunde
  • 🌍 Herkunft: Großbritannien (England)
  • 🧶 Fell: kurz, Alle Farben und Farbkombinationen, u. a. Falb, Blau, Schwarz, Weiß, Gestromt
  • 🐕‍🦺 Bewegungsbedarf: mittel

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Halsbänder
Größe M
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Halsumfang Größe
26-43 cm M

Der lange, schmale Windhundhals verlangt ein breiteres, weich gepolstertes Halsband in M, das den Zug großflächig verteilt – schmale Bänder schneiden bei plötzlichem Hetzimpuls ein.

Hundebademantel
6 Größen: S · M Short · S Long · M · M Long · L Short
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BauchumfangHalsumfangRückenlänge Größe
30–68 cmmax. 45 cm45 cm S
40–82 cmmax. 58 cm45 cm M Short
30–68 cmmax. 45 cm50 cm S Long
40–82 cmmax. 58 cm50 cm M
40–82 cmmax. 58 cm55 cm M Long
40–100 cmmax. 68 cm55 cm L Short

Nach Regenrunden kühlt der dünnhäutige Whippet rasch aus – ein Bademantel wärmt und trocknet gleichzeitig. Der Schnitt sollte die tiefe Brust vollständig bedecken.

Hundebetten
Größe M
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Gewicht Größe
9-16 kg M

Ein Bett in M mit dicker Polsterung und hohem Rand ist ideal: Der Vielschläfer liegt bis zu 18 Stunden täglich, und seine knochigen Ellbogen brauchen weiche Unterlagen gegen Liegeschwielen.

Hundegeschirr
Größe S
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GewichtBauchumfangHalsumfang Größe
8-15 kg45–74 cm28–49 cm S

Trotz nur 9 bis 15 kg braucht der Whippet wegen seiner tiefen Windhundbrust Größe S. Wichtig ist ein Schnitt, der die aufgezogene Taille freilässt und beim Sprint volle Schulterfreiheit gibt.

Hundemantel
3 Größen: S · S/M · M
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BauchumfangRückenlängeKopfumfang Größe
50–80 cm45 cmmax. 45 cm S
65–90 cm50 cmmax. 47 cm S/M
65–90 cm55 cmmax. 57 cm M

Ohne Unterwolle friert der Whippet schon im Herbst – der Mantel ist bei ihm Grundausstattung.

Leinen
Größe S
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Gewicht Größe
9-15 kg S

Eine leichte Leine in S passt zum feingliedrigen Sprinter – schweres Beschlagwerk stört den sensiblen Hund. Entscheidend ist ein zuverlässiger Karabiner für den Moment, in dem ein Kaninchen auftaucht.

Reisekörbchen
2 Größen: S · M
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Rückenlänge Größe
45-50 S
50-55 cm M

Zusammengerollt ist der 44 bis 51 cm große Whippet kompakt – M genügt. Eine kuschelige, gut gepolsterte Auskleidung ist für den dünnhäutigen Windhund wichtiger als üppige Fläche.

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Das macht den Whippet aus

Aussehen ▾

Der Whippet ist die Eleganz des Greyhounds im handlichen Format: Rüden messen 47 bis 51 Zentimeter am Widerrist, Hündinnen 44 bis 47 Zentimeter, das Gewicht liegt meist zwischen 9 und 15 Kilogramm. Jede Linie seines Körpers ist auf Geschwindigkeit gezeichnet – der lange, gewölbte Rücken, die stark aufgezogene Bauchlinie, die auffallend tiefe Brust mit viel Raum für Herz und Lunge sowie die kräftig bemuskelte Hinterhand, die ihn auf bis zu 60 Stundenkilometer beschleunigt.

Der Kopf ist lang und trocken mit flachem Schädel und kaum ausgeprägtem Stopp; die kleinen Rosenohren werden halb zurückgefaltet getragen. Die großen, ovalen Augen blicken sanft und aufmerksam – der berühmte Windhundblick, dem sich kaum jemand entziehen kann. Die lange, dünne Rute wird in der Bewegung als Balancierstange eingesetzt und in Ruhe zwischen den Hinterläufen getragen.

Das Fell ist kurz, fein und eng anliegend, ohne wärmende Unterwolle – ein Grund, warum Whippets bei Kälte und Nässe schnell frieren und die dünne Haut zu kleinen Rissen neigt. Erlaubt sind sämtliche Farben und Kombinationen: von einfarbigem Falb, Blau oder Schwarz über Gestromte bis zu bunt gescheckten Vertretern. Trotz seiner Zartheit ist der Whippet keineswegs zerbrechlich gebaut – er ist ein durchtrainierter Sprinter mit stahlfedernder Muskulatur.

Charakter ▾

Der Whippet vereint zwei scheinbar widersprüchliche Naturen. Draußen ist er ein passionierter Sprinter mit blitzschnellen Reaktionen und deutlich ausgeprägtem Hetztrieb: Ein flüchtendes Kaninchen, eine Katze oder ein wehendes Blatt können den Jagdmodus in Sekundenbruchteilen auslösen, und dann hört auch der besterzogene Whippet schlecht. Drinnen verwandelt er sich in einen der angenehmsten Mitbewohner überhaupt – leise, sauber, unaufdringlich und mit einer Hingabe ans Sofa, die schon sprichwörtlich ist.

Seinen Menschen gegenüber ist der Whippet ausgesprochen anhänglich, verschmust und sensibel. Er sucht Körperkontakt, schläft am liebsten unter der Decke und leidet, wenn er dauerhaft ausgeschlossen wird. Diese Sensibilität prägt auch die Erziehung: Härte oder laute Worte verstören ihn nachhaltig, während er über freundliche Motivation, Futter und Spiel willig mitarbeitet. Mit Kindern, die respektvoll mit ihm umgehen, ist er ein geduldiger, sanfter Gefährte; grobes Toben mag er nicht.

Mit Artgenossen ist der Whippet in der Regel ausgesprochen verträglich und liebt gemeinsame Rennspiele mit anderen Windhunden. Fremden begegnet er freundlich bis zurückhaltend – als Wachhund fällt er komplett aus, gebellt wird selten. Wer seinen Hetztrieb über Coursing, Renntraining oder Reizangelspiele kanalisiert, bekommt einen ausgeglichenen Hund, der zwischen kurzen, intensiven Sprints vor allem eines will: Nähe und Ruhe.

Pflege & Haltung ▾

Die Fellpflege des Whippets ist in wenigen Minuten erledigt: Das kurze, feine Haar wird einmal pro Woche mit einem weichen Gummistriegel oder Pflegehandschuh abgezogen, das entfernt lose Haare und poliert den Glanz. Er haart nur mäßig, riecht kaum und bleibt auch bei Regenwetter erstaunlich sauber. Gebadet wird selten. Wichtiger sind Krallenpflege – Windhundkrallen wachsen schnell und stören beim Sprint – sowie regelmäßige Zahnhygiene, denn Whippets neigen wie viele schlanke Rassen zu Zahnsteinbildung.

Das fehlende Unterfell macht ihn wetterempfindlich: Ab Herbst gehört ein gefütterter Hundemantel zur Grundausstattung, bei Nässe ein Regenschutz. Auch beim Liegen bevorzugt er weiche, warme Unterlagen, da Ellbogen und Hüfthöcker bei dünner Polsterung schnell Liegeschwielen entwickeln. Die dünne Haut reißt bei wildem Spiel oder im Gestrüpp leicht – kleine Cuts sollten Halter kennen und versorgen können.

Beim Bewegungspensum ist der Whippet genügsamer als sein Ruf: Zwei bis drei Spaziergänge plus die Möglichkeit, mehrmals pro Woche in gesichertem Gelände frei zu sprinten, stellen ihn zufrieden. Ideal sind eingezäunte Freilaufflächen, Coursing- oder Renntraining beim Windhundverein und Reizangelspiele. Nach dem Sprint braucht er ausgiebige Ruhe – 18 Stunden Schlaf am Tag sind für einen ausgelasteten Whippet völlig normal. Futter wird knapp bemessen, denn unter dem Sprintergewand bleibt er idealerweise sichtbar schlank.

Gesundheit ▾

Der Whippet gehört zu den gesündesten Hunderassen seiner Größe und erreicht regelmäßig 12 bis 15 Lebensjahre. Da er nie ein Modehund mit Massenzucht war und funktional gezüchtet wird, sind schwere Erbkrankheiten vergleichsweise selten. Zu den bekannten Befunden zählen Herzerkrankungen im Alter – insbesondere Mitralklappenveränderungen –, Augenerkrankungen sowie vereinzelt Taubheit bei überwiegend weißen Hunden; verantwortungsvolle Züchter lassen Herz und Augen der Elterntiere untersuchen.

Eine Besonderheit der Rasse ist die Myostatin-Genvariante: Reinerbige Träger („Bully Whippets“) entwickeln extreme Bemuskelung und werden von seriösen Züchtern per Gentest aus der Zucht ausgeschlossen. Wichtig für jeden Halter und Tierarzt: Windhunde reagieren aufgrund ihres geringen Körperfetts und abweichender Leberwerte empfindlich auf bestimmte Narkosemittel – moderne Protokolle sind verfügbar, sollten aber vor Eingriffen angesprochen werden. Die dünne Haut macht Risswunden zur häufigsten Verletzung, und im Winter drohen bei ungeschütztem Training Muskelzerrungen. Schlank, warm und regelmäßig bewegt, bleibt der Whippet meist bis ins hohe Alter ein unkomplizierter Patient.

Geschichte ▾

Der Whippet entstand im England des 19. Jahrhunderts, vor allem in den Bergbauregionen Nordenglands. Arbeiter wünschten sich einen kleinen, schnellen Hund für die Kaninchenjagd und für Wettrennen – der Greyhound war für schmale Geldbeutel zu groß und zu teuer im Unterhalt. Aus kleinen Greyhounds, eingekreuzten Terriern und vermutlich Italienischen Windspielen formten sie den „Rennpferd des kleinen Mannes“: einen Sprinter, der sonntags auf abgesteckten Bahnen um die Wette lief, während die Familien auf den Ausgang wetteten.

Beim sogenannten Rag Racing sprinteten die Hunde auf ein geschwenktes Tuch ihres Besitzers zu – Distanzen um 180 Meter, die gute Whippets in unter zwölf Sekunden zurücklegten. Diese Leistungszucht auf kurze, explosive Schnelligkeit prägt die Rasse bis heute. Der englische Kennel Club erkannte den Whippet 1891 offiziell an; die FCI führt ihn in der Gruppe 10 unter der Standardnummer 162.

Im 20. Jahrhundert wandelte sich der Arbeiterhund zum geschätzten Begleit-, Sport- und Ausstellungshund. Heute zählt der Whippet zu den beliebtesten Windhunden Europas – im Coursing- und Bahnrennsport ebenso wie als Familienhund, der bewiesen hat, dass Hochleistungssportler und Sofaliebhaber in einem Körper wohnen können.

Kauf-Tipps ▾

Whippet-Welpen mit VDH/FCI-Papieren vermitteln in Deutschland die Züchter des Deutschen Windhundzucht- und Rennverbandes (DWZRV). Seriöse Zuchtstätten zeigen die Mutterhündin im Familienumfeld, legen Herz- und Augenuntersuchungen sowie den Myostatin-Gentest offen und beraten ehrlich, ob eher eine sportlich ambitionierte oder eine ruhigere Show- und Begleitlinie passt. Gute Züchter interessieren sich zudem dafür, wie der künftige Freilauf gesichert werden soll – das ist ein Qualitätsmerkmal, keine Schikane.

Vom Kauf über Kleinanzeigen ohne Papiere ist abzuraten; gerade bei einer schnell wachsenden Beliebtheit tauchen vermehrt fragwürdige Vermehrer auf. Eine schöne Alternative ist die Windhundnothilfe: Dort suchen regelmäßig Whippets und Whippet-Mischlinge – auch aus dem südeuropäischen Tierschutz – ein Zuhause, meist mit ehrlicher Einschätzung von Charakter und Jagdverhalten.

Fazit ▾

Der Whippet passt zu Menschen, die einen sanften, leisen und anhänglichen Begleiter suchen und ihm im Gegenzug regelmäßige Sprintmöglichkeiten in gesichertem Gelände bieten können. Er eignet sich für sportliche Halter ebenso wie für ruhige Haushalte, für die Stadtwohnung genauso wie fürs Landhaus – solange Sofa, Wärme und Familiennähe garantiert sind. Auch engagierte Anfänger kommen mit ihm zurecht, wenn sie seinen Hetztrieb ernst nehmen und die Leine in unübersichtlichem Gelände respektieren. Wer einen Wachhund, einen Dauerjogging-Partner bei jedem Wetter oder einen robusten Raufkumpel für wilde Kinderhorden erwartet, wählt besser eine andere Rasse.

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Quellen & Hinweise

Die Informationen auf dieser Seite wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Unsere Quellen:

  • FCI (Fédération Cynologique Internationale) — Offizielle Rassestandards und Klassifizierung
  • VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) — Zuchtrichtlinien und Rasseporträts
  • Veterinärmedizinische Fachliteratur — Gesundheitsinformationen und rassetypische Erkrankungen
  • EMMY & PEPE Expertennetzwerk — Hundetrainer, Physiotherapeuten und Tierärzte aus unserem Partnernetzwerk
  • Community-Erfahrungen — Bewertungen und Erfahrungsberichte unserer Kunden

Die Größenempfehlungen basieren auf Durchschnittswerten und können je nach individuellem Hund abweichen. Wir empfehlen, Ihren Hund vor dem Kauf zu messen. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2026